Outplacement als Türöffner

| Ingeus News

«Jeder hat heute die Chance auf ein besseres Morgen» – davon ist die Ingeus AG überzeugt. Um dies zu gewährleisten, ist ein massgeschneidertes Angebot das A und O. Ein Gespräch mit Sonja Losurdo, Beraterin für Arbeitsmarktlösungen bei Ingeus.

 

Frau Sonja Losurdo, was umfasst das Angebot von Ingeus?

Ingeus ist eine Firma, die sich auf Arbeitsvermittlung spezialisiert hat. Im Zuge dessen arbeiten wir mit verschiedenen Auftraggebern zusammen, welche uns Kunden zuweisen, die wir wiederum in den Arbeitsmarkt vermitteln. Sowohl Behörden als auch private Unternehmen nehmen dieses Angebot wahr; bei Letzteren kommt das Outplacement ins Spiel.

 

Welchen Wert messen Sie Outplacement bei?

Outplacement ist besonders wichtig. Denn viele Mitarbeitende, die vor einer Entlassung stehen, haben sich oft nicht mehr mit ihrer aktuellen beruflichen Situation auseinandergesetzt. Sie waren beispielsweise sehr lange im selben Unternehmen tätig, wo dies nicht notwendig war. Bei einem Stellenwechsel ist aber genau das gefragt. Was sind meine Stärken? Welche Kompetenzen kann ich vorweisen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind in einer solchen Situation nun besonders wichtig. Ingeus verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, um Beruf, Kompetenzen sowie die aktuelle Situation zu erfassen, um im Anschluss zusammen mit der betroffenen Person den passenden Weg zu finden.

In dem Sinne kann man Outplacement auch als Chance sehen, einer an sich schwierigen Situation etwas Positives abgewinnen zu können. Wir konnten beispielsweise beobachten, wie Personen einen ganz neuen Weg eingeschlagen haben und sich so weiterentwickeln konnten. Wären sie noch länger beim bisherigen Arbeitgebenden tätig geblieben, hätten sie sich vielleicht nie mit der Frage auseinandergesetzt, was sie noch anderes arbeiten könnten. Aufgrund des Stellenwechsels kamen sie nun aber genau in jene Situation, und so wurde dieser Umstand für sie zur Chance.

 

Warum sollte man als Arbeitgebender auf Outplacement setzen?

Entlassungsentscheide werden nie leichtfertig getroffen, sind aber oft eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Damit Betroffene nach einer Entlassung nicht allein gelassen werden, kümmern wir uns im Rahmen eines Outplacements um die Mitarbeitenden. Für den Arbeitgebenden zahlt sich Outplacement in vielerlei Hinsicht aus. Er übernimmt beispielsweise soziale Verantwortung und entlässt den Mitarbeitenden fairer und sozialer. Dank Outplacement kann man verhindern, dass Mitarbeitende, die das Unternehmen verlassen, in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Im Zuge dessen übernimmt der Arbeitgebende auch auf gesellschaftlicher Ebene Verantwortung, da er dazu beiträgt, die Kosten der Arbeitslosenversicherung zu senken. Letztlich ist Outplacement auch eine gute Eigenwerbung, da sich die Success Storys gerne herumsprechen und so für positive Publicity sorgen.

 

Was ist der Nutzen von Outplacement für die Mitarbeitenden?

Für Mitarbeitende bietet Outplacement die Chance, sich selbst zu reflektieren und neu zu orientieren. Wo stehe ich? Was kann ich? Wie möchte ich arbeiten? Denn vielleicht sind die Antworten auf diese Fragen gar nicht mehr aktuell, seit man die gegenwärtige Stelle angetreten hat. Durch die konkrete erneute Auseinandersetzung damit können sich auch neue Türen öffnen.

 

Wie funktioniert Outplacement bei Ingeus?

Der Prozess lässt sich in fünf Phasen, die man durchläuft, aufteilen. In einem ersten unverbindlichen Aufnahmegespräch wird erörtert, in welcher Situation sich die Person befindet und ob und wie ihr unser Angebot weiterhelfen kann. Als zweites folgt in einer Reflexionsphase die Standortbestimmung. Hier wird das Bewerbungsdossier analysiert und wie die Person bei ihrer Stellensuche vorgeht. In der dritten Phase steht die Vermittlung, also die konkrete Stellensuche, im Vordergrund. Hier bieten wir auch entsprechende Übungen und Workshops an, wo man beispielsweise das Bewerbungsgespräch proben kann. Im vierten Schritt folgt bereits der Stellenbeginn, bei welchem wir ebenfalls zur Seite stehen. Der fünfte und letzte Schritt bildet dann die Nachbetreuung nach Stellenantritt, wo sich die Person weiterhin noch an uns wenden kann.

 

Was überzeugt die Kunden am meisten an Ingeus?

Wir begleiten jede Person individuell und erarbeiten mit ihr die passende Lösung. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen Tools – digital und analog, welche je nach Affinität der Person zum Zug kommen. Was sowohl die Arbeitgebenden wie auch die Mitarbeitenden überzeugt, ist die Tatsache, dass wir die aktuelle Situation der Betroffenen ganzheitlich analysieren, indem wir neben der beruflichen auch die persönliche und soziale Situation einbeziehen. Letzten Endes haben wir auch eine hohe Vermittlungsquote; die meisten unserer Kunden können erfolgreich vermittelt werden.

 

Welche Ziele möchte Ingeus in Zukunft noch erreichen?

Im Bereich des Outplacements möchten wir auf alle Fälle noch ausbauen, da wir dort grosses Potenzial sehen. Denn es ist nie einfacher, eine Person direkt dann wieder neu zu integrieren, während sie noch arbeitet. Outplacement verhindert so, dass jemand zu lange vom Arbeitsmarkt fernbleibt, da es mit der Zeit nur noch schwieriger wird, wieder einzusteigen. Auch wenn jemand diese Zeit aktiv nutzt, löst es bei potenziellen Arbeitgebenden immer noch Bedenken aus, wenn jemand lange nicht arbeitstätig war.


Weitere Informationen

 

Interview Lars Meier

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